Sonntag, 18. mai 2008
Neue Wege in der Sozialarbeit gehen

Gewalt, Scheidungs- und Migrationsprobleme oder Ärger in der Schule: Der Landkreis Soltau-Fallingbostel setzt weiterhin auf ein Hilfsangebot vor Ort, das sich an Kinder, Jugendliche und Familien richtet. In den Städten und Gemeinden haben sich so genannte „Sozialraum-Gremien“ gebildet, in denen Sozialarbeiter, Lehrer, Vereine, Jugendschützer oder die Polizei zusammenarbeiten. In Bad Fallingbostel und Bomlitz ist der gemeinnützige Verein Sozialpädagogische Hilfen Vier Linden Sozialraumpartner des Landkreises. Nach einer erfolgreichen Anlaufphase konnte dieser freie Jugendhilfe-Träger sein Angebot zwischenzeitlich auf vier Projekte, vier Mitarbeiter und 62 Wochenstunden ausweiten. Dabei verfolgen Bernd Oetzmann und seine Kollegen neue Wege in der Sozialarbeit. „Wir wollen präventiv, also schon vor einer Krise, am Ball sein“.

Bad Fallingbostel. Bevor Familien oder Jugendliche aus Lindwedel in eine vermeintlich unübersichtliche Behörde nach Bad Fallingbostel fahren, nutzen sie vielleicht eher eine Beratung in unmittelbarer Nähe. Angebote der Sozialraumpartner sind nicht institutionalisiert, das nimmt eine gewisse Scheu. Statt im Jugendamt kann eine Beratung zum Beispiel in den eigenen vier Wänden stattfinden – natürlich unterliegen die jeweiligen Ansprechpartner der Schweigepflicht.

Nach der Einrichtung eines Familien- und Servicebüros in Bad Fallingbostel, wo es hauptsächlich um die Vermittlung von Tagespflegestellen für Kinder geht, und dem Freizeitprojekt Weinberg zusammen mit dem Verein für Jugendbetreuung Bad Fallingbostel beziehungsweise einem Elterncafé im Stadtteilbüro Weinberg und eine Alleinerziehenden-Gruppe, richtet sich die Konzentration gegenwärtig auf zwei neue Projekte: „Niko“ und „Opstapje“ – beide werden (teil)finanziert vom Land. Bei „Niko“ geht es um die Förderung der Kooperation im Sinne von Erziehungs- und Bildungspartnerschaften zwischen Jugendhilfe, Schule und Familie. Beim Sozialpartner Vier Linden in Bad Fallingbostel zeichnet Sabine Fischer für dieses Projekt verantwortlich. „Wir arbeiten mit allen Bad Fallingbosteler Schulen zusammen im Bereich von Gewaltprävention und Sozialtraining.“ Dazu gehören aber auch Aspekte wie Gesundheitsförderung (Zusammenarbeit mit Krankenkassen) und Lebens- und Berufsplanung. Ganz neue Wege beschreitet Antje Wittenberg mit „Opstapje“, was auf hollländisch soviel wie Schritt für Schritt heißt. Dieses Projekt wird erstmals im ländlichen Raum durchgeführt und ist ein gutes Beispiel für Niedrigschwelligkeit und Prävention. Das Spiel- und Lernangebot für Kleinkinder ab 18 Monaten richtet sich insbesonders an sozial und wirtschaftlich benachteiligte Familien und Familien mit Migrationshintergrund. Das Besondere daran: Es findet in der Wohnung der Kinder statt, das heißt, die Hausbesucherinnen blicken auch hinter die häuslichen und familiären Kulissen. Geschulte Laienhelferinnen – am liebsten aus ähnlichem sozial-kulturellen Hintergrund – finden schnelleren und besseren Zugang zu den Familien. Besonders ausgesuchte Bücher und Spielmaterialien werden mit in die Familien genommen – und dort gelassen. Ziel und Zweck: Eltern sollen in ihren Erziehungskompetenzen gestärkt werden, um eine altersgemäße Förderung und Entwicklung der Kinder zu gewährleisten. Weitere Infos gibt Antje Wittenberg im Stadtteilbüro am Weinberg, E-Mail: A.Wittenberg@4Linden.de, Tel. (05162) 985573.

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Dienstag, 19. februar 2008
Niedersächsische Kooperations- und Bildungsprojekte an schulischen Standorten Ministerin eröffnet fachlichen Auftakt mit 150 Teilnehmern 
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Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann hat am 12.10.2007 in Lüneburg den fachlichen Auftakt zum Programm "Niedersächsische Kooperations- und Bildungsprojekte an schulischen Standorten" (NiKo) eröffnet. Auf dem Campus der Leuphana Universität Lüneburg begrüßte die Ministerin 150 Fachkräfte sowie Vertreterinnen und Vertreter der Projektträger und Kooperationspartner, die die Arbeit in den NiKo-Projekten durchführen und begleiten.
In ihren Eröffnungsworten betonte die Sozialministerin die besondere Aktualität des Programms NiKo. Seit seinem Start zu Beginn des Jahres 2007 verfolge es das Ziel, die Entwicklungsmöglichkeiten von gefährdeten Kindern und Jugendlichen in sozialen Brennpunkten zu fördern, um eine stärkere gesellschaftliche Integration zu erreichen. Jugendhilfe und Schule sollen hierbeimit aufeinander abgestimmten Kooperationsmaßnahmen und in gleichberechtigter Partnerschaft mit Eltern und anderen Bildungsträgern dazu beitragen, dass den jungen Menschen, die mit besonderen sozialen und familiären Problemen belastet sind, gezielte Unterstützung zuteil wird. Damit sollen ihnen bessere Bildungs- und damit auch immer gesellschaftliche Teilhabe- und Gestaltungsmöglichkeiten eröffnet werden.
An 76 NiKo-Standorten arbeiten sozialpädagogische Fachkräfte daher in enger Kooperation mit Schulen daran, zielgruppenspezifische Angebote, besondere Beratungs- und Unterstützungsmaßnahmen und gefestigte Kooperationsstrukturen aufzubauen. Das NiKo-Programm zielt dabei auch auf eine verbesserte und umfassende Gesundheitserziehung und die Partnerschaft mit den Eltern und Familien ab.
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Montag, 4. februar 2008
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15.01.08  - Fotopräsentation und Musik
22.01.08 – Schnee??? Wir bauen einen Schneemann   
29.01.08 – Wir planen ein Fest
05.02.08 – Faschingsfest „Bunt ist lustig“ 
12.02.08 – Schattenbilder  
19.02.08 – Kneten mit Salzteig
26.02.08 – Aktion Schnee, wir haben                    Spaß  mit den Kindern
04.03.08 – Ostereier ausblasen -Rührei
Nach den
Osterferien –01.04.08 – Wer hatte Geburtstag? Wer hat wann Geburtstag?
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Montag, 4. februar 2008
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K Kinder, Mütter und Väter treffen sich
O   Ohne Kosten 
m Malen, Basteln und Spielen
m Mal was anderes hören 
J Jungen & Mädchen
A Austausch und Kaffee genießen

Wo: Weinberg Siedlung Kantstrasse 4

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Montag, 14. januar 2008

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„Opstapje – Schritt für Schritt“

 

Opstapje ist ein in den Niederlanden entwickeltes Spiel- und Lernprogramm für Kleinkinder ab 18 Monaten und deren Eltern. Das präventive Förderprogramm richtet sich sowohl an sozial bzw. okönomisch benachteiligte Familien als auch an Familien mit Migrationshintergrund und findet im Wesentlichen zu Hause statt. Mit dieser Gehstruktur sollen auch Familien erreicht werden, die andere Angebote der Familienbildung und Erziehungshilfe nicht in Anspruch nehmen. Die gesamte Konzeption des Programms zielt in Richtung „Empowerment“, als Nutzung und Erweiterung vorhandener Kompetenzen und Ressourcen, sowie Stärkung der Eigenverantwortung der Familien.

Das Besondere an Opstapje ist, dass das Programm nicht von professionellen Pädagogen, sondern von geschulten Laienhelferinnen, den so genannten Hausbesucherinnen durchgeführt wird, die selbst Mütter sind und einen ähnlichen sozial-kulturellen Hintergrund aufweisen wie die Zielgruppe. Dies trägt dazu bei, dass diese Mitarbeiterinnen schnelleren und besseren Zugang zu den Familien der Zielgruppe finden und eine Beziehung herstellen können, auf deren Basis sie die Programmziele vermitteln können. So besuchen die Laienhelferinnen die Familien zunächst einmal wöchentlich zuhause, um Eltern und Kindern in der gewohnten Umgebung mit den Möglichkeiten spielerischen Lernens vertraut zu machen. Dabei werden sowohl von Opstapje Deutschland zu diesem Zweck besonders ausgewählte Bücher und Spielmaterialien verwendet ( die in den Familien verbleiben ) als auch in den Haushalten vorhandene Gegenstände und Materialien. Auf diese Weise dienen die Hausbesucherinnen den Eltern als erlebbares Modell für einen positiven Umgang mit ihren Kindern, stärken dabei deren Erziehungskompetenzen und gewährleisten gleichzeitig eine altersgemäße Förderung der Kindesentwicklung.

Die Hausbesucherinnen werden ihrerseits von sozialpädagogisch qualifizierten Projektkoordinatoren geschult und angeleitet, die auf diese Weise Qualität und Professionalität in der praktischen Umsetzung des Programms Opstapje gewährleisten.

Darüber hinaus führen die Projektkoordinatoren Gruppentreffen mit den teilnehmenden Familien durch, die die Hausbesuche ergänzen, den Erfahrungsaustausch untereinander ermöglichen und den Bedarf an Betreuung und Beratung decken sollen.

Im April 2005 wurde der Verein Opstapje Deutschland e.V. gegründet, dessen Aufgaben die Qualitätssicherung, Verbreitung und fachliche Weiterentwicklung des Programms umfassen. Der Verein bietet zudem die Beratung der Träger bei der Implementierung, Schulungen der Koordinatorinnen und den Vertrieb der lizenzierten Programmmaterialien an.

In Bad Fallingbostel ist Opstapje an das Sozialraumbüro vor Ort angegliedert und wird von Diplom-Sozialpädagogin Antje Wittenberg koordiniert und betreut.

 

Kontakt:         Antje Wittenberg

Telefon: 05162 985573

e-mail:   a.wittenberg@4linden.de

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Montag, 7. januar 2008
04.01.08


Von: Sabine Damaschke

Zwischenbilanz zur Gewaltprävention im Kindergarten-, Grundschul- und Jugendalter.

München (epd). Mobbing, Bullying, Stalking - Gewalt unter Jugendlichen hat viele Namen. Ebenso vielfältig sind die Projekte, mit denen Landesregierungen, Schulen und die Jugendhilfe darauf reagieren. In den vergangenen Jahren ist die Prävention immer stärker in den Blick gerückt. An Konzepten und Strategien mangelt es nicht. Doch sie werden nicht überall umgesetzt, wo es notwendig wäre, meint das Deutsche Jugendinstitut in München in einem aktuellen Bericht.

 

"Zornibold", "Heulibold", "Bibberbold" und "Freudibold" heißen die Stars vieler Kindergärten. Seit fünf Jahren gibt es die vier "Kistenkobolde"; sie haben eine steile Karriere hinter sich: Mehr als 20.000 Kinder lernten die Gefühls-Puppen im Rahmen des Sucht- und Gewaltpräventionsprojekts "Papilio" kennen. Das vom Augsburger beta Institut entwickelte Programm will die sozial-emotionalen Kompetenzen von Kita-Kindern fördern, damit sie später nicht gewalttätig oder drogenabhängig werden.

 

Ob "Papilio", "Faustlos" oder "Sicher Stark": Gewaltprävention im Vor- und Grundschulalter hat in Deutschland Konjunktur. Ebenso die dazugehörigen Handbücher, Videos und Methodenkoffer. Viele Programme werben damit, dass sie für "alle Kinder" geeignet seien und Erzieherinnen, Lehrer oder Eltern die Inhalte schon nach einer kurzen Schulung vermitteln könnten. Doch ob sie tatsächlich für alle Kinder geeignet sind, bezweifelt Bernd Holthusen von der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention des Deutschen Jugendinstituts (DJI) in München.

 

Gemeinsam mit Kollegen hat er einen Bericht über "Strategien der Gewaltprävention" in Deutschland vorgelegt. "Ein wirksames und nachhaltiges Programm muss sich an der Lebenswirklichkeit der Kinder und Jugendlichen orientieren", sagt Holthusen. "Und die kann sehr unterschiedlich aussehen." So spielten Alter, Geschlecht und Migrationshintergrund in vielen Projekten kaum eine Rolle. Außerdem würden die Programme häufig nur als einzelne und isolierte Projekte angeboten, die nicht in der Kita- oder Schulstruktur verankert seien. "Wir brauchen aber eine Kultur der Gewaltprävention."

 

Eine Kritik, der der Wuppertaler Lehrer Ulrich Schultze zustimmt. Vor drei Jahren hat der 46-jährige Pädagoge begonnen, in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt und der Polizei in der Gesamtschule, in der er unterrichtet, Projekttage zur Gewaltprävention anzubieten. "Diese Trainings sind ein wichtiger Impuls, führen aber noch nicht zu einer dauerhaften Änderung des Schulklimas", sagt er. Schultze, der Mitarbeiter des Projekts "Schule ohne Rassismus" ist, würde die Gewaltprävention gerne als festen Bestandteil der pädagogischen Aus- und Fortbildung etablieren.

 

Der vollständige Text erscheint in:   epd sozial Nr. 1 vom 4. Januar 2008


von Sabine Damaschke veröffentlicht in: SR
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Mittwoch, 21. november 2007
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Hier  erscheinen  demnächst Informationen  Rund um den Sozialraum Bad-Fallingbostel, das  Familienservicebüro  und die  Projekte  NiKo  und  Opstapje.
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Dienstag, 25. september 2007

Neuer Kurs zur Qualifikation in der Tagespflege

September 2007.

Ab Oktober führt die Ländliche Erwachsenenbildung (LEB) in Zusammenarbeit mit dem Landfrauen-Kreisverband wieder  einen Kurs zur Qualifizierung von Tagespflegepersonen durch. Der Kurs findet dienstags und donnerstags von 19.00 - 22.00 Uhr sowie an vier Samstagen  im Jugendhof Idingen, Bad Fallingbostel, statt. Kursinhalte sind u. a.  Entwicklungspsychologie, Gesundheit und Sprache, und gesetzliche Grundlagen der Tagespflege.

Der erfolgreiche Abschluss des Tagespflegekurses ist eine Voraussetzung für eine Pflegeerlaubnis. Wer Kinder mehr als 15 Stunden in der Woche und länger als drei Monate gegen Entgelt bei sich zu Hause betreut, betreibt eine erlaubnispflichtige Tagespflege. Eine Pflegeerlaubnis kann bei der Kreisverwaltung im Fachbereich Kinder, Jugend, Familie beantragt werden. Informationen hierzu und zur Anmeldung für den Kurs erteilt Maike Kern unter der Tel. 05162 970-370 montags, mittwochs und freitags von 8.00 - 10.00 Uhr.

Eltern, die für die Betreuung ihrer Kinder geeignete Tagespflegepersonen suchen, können sich an die örtlichen Kinder und Familienservicebüros im Landkreises Soltau Fallingbostel wenden. Diese sind wie folgt zu erreichen:

  • Für die Gemeinde Bomlitz - Frau Peters, Tel. 05161 949997, dienstags von  9.00 - 11.00 Uhr und mittwochs von  15.00 - 17.00 Uhr.
  • Für die Stadt Bad Fallingbostel -  Frau von Alten vom Sozialraumpartner Vier Linden, Tel. 05162 985574, dienstags von 9.00 - 11.00 Uhr und donnerstags von 16.00 - 18.00 Uhr.
  • Für die Samtgemeinden Ahlden, Rethem und Schwarmstedt - Frau Runge von der Pestalozzistiftung, Tel. 0175 2716222,  Ahlden mittwochs von 8.00 - 10.00 Uhr, Rethem dienstags von 8.00- 10.00 Uhr und Schwarmstedt donnerstags von 8.00 - 10.00 Uhr.
  • Für die Stadt Walsrode -  Frau Vielguth vom Stephansstift Walsrode, Tel. 05161 6030443, montags bis freitags von 8.00 - 9.00 Uhr und zusätzlich donnerstags von 16.00 - 18.30 Uhr.
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